Anschreiben-Muster · Hebamme

Anschreiben Hebamme: Muster und Vorlage

Auch gesucht als: Entbindungspfleger, Beleghebamme, Kreißsaalhebamme und Wochenbettbetreuung

Als Hebamme zählen Fachwissen, ruhige Hände und die Fähigkeit, in einem sehr persönlichen Moment Sicherheit zu geben. Im Anschreiben interessiert vor allem, in welchem Setting du arbeitest und wie du Geburt begleitest.

  • Musterformulierungen für jeden Abschnitt
  • Aufbau nach DIN 5008
  • Ohne Konto ausprobieren

Anschreiben als Hebamme: die Bausteine

Wir zeigen bewusst keinen Brief zum Abtippen, sondern die vier Bausteine einzeln, jeweils mit dem, was der Abschnitt leisten muss, und einer Musterformulierung als Anhaltspunkt. So bleibt der Brief deiner: Aufbau und Tonfall kannst du übernehmen, die Belege kommen von dir.

  1. Betreffzeile

    Ohne „Betreff:“, ohne (m/w/d). Position und, wenn vorhanden, die Referenznummer aus der Anzeige.

    Bewerbung als Hebamme

  2. Einstieg

    Ein Satz, der sagt, worauf du dich bewirbst und warum genau dort. Ohne „hiermit bewerbe ich mich“.

    Sehr geehrte Frau [Name],

    eine Geburt lässt sich nicht planen, die Betreuung schon. Ich sorge dafür, dass eine Frau jederzeit weiß, was gerade passiert und was als Nächstes kommt, auch wenn der Verlauf sich ändert. Seit [Anzahl] Jahren arbeite ich so, zuletzt im Kreißsaal [einer Klinik der Grund- oder Maximalversorgung].

  3. Deine Belege

    Der wichtigste Absatz: Stationen, Aufgaben, Zahlen. Nicht behaupten, sondern zeigen, wo du es gemacht hast.

    Dort begleite ich Geburten von der Aufnahme bis zur Verlegung auf die Wochenstation, beurteile CTG, versorge das Neugeborene und trage die Erstversorgung bei [Situation, etwa Nachblutung oder Anpassungsstörung] im Team mit. Das Haus hat rund [Anzahl] Geburten im Jahr. [Zusatzqualifikation, etwa Stillberatung, Akupunktur oder Praxisanleitung] habe ich [Jahr] abgeschlossen.

  4. Bezug zum Arbeitgeber

    Hier trennt sich Bewerbung von Serienbrief. Nimm auf, was in der Anzeige steht, und antworte darauf.

    Ihr Haus interessiert mich, weil Sie [Punkt aus der Anzeige oder von Ihrer Website, etwa einen Hebammenkreißsaal, eine Eins-zu-eins-Betreuung oder feste Teams] anbieten. [Kurze, ehrliche Begründung]. Ich möchte dort arbeiten, wo Frauen entscheiden dürfen und Hebammen fachlich ernst genommen werden.

  5. Abschluss

    Kurz, selbstbewusst, ohne Konjunktiv. Ein Satz zum Gespräch, keine Bitte um Entschuldigung.

    Mein Examen habe ich [Jahr] abgelegt, seither arbeite ich [angestellt, freiberuflich oder in Mischform]. Ab [Datum] bin ich mit [Stundenumfang] verfügbar, Schichtdienst mit Nächten und Wochenenden ist für mich selbstverständlich. Gern lerne ich Ihr Team bei einer Hospitation kennen.

    Mit freundlichen Grüßen [Vorname Nachname]

Lieber gleich mit deinen Angaben?

Angaben rein, Stellenanzeige rein: Diese Bausteine entstehen als Hebamme mit deinen Stationen, deinen Zahlen und dem Bezug zu genau dieser Anzeige. Das erste Anschreiben ist gratis, ohne Konto.

Mit deinen Daten schreiben lassen

Wichtig: Ein Muster ist ein Gerüst, keine fertige Bewerbung. Personalverantwortliche erkennen abgetippte Vorlagen sofort. Die Bausteine zwei und drei entscheiden, weil dort deine Belege und der Bezug zum Arbeitgeber stehen.

Typische Aufgaben in der Anzeige

Diese Punkte tauchen in Stellenanzeigen für Hebamme immer wieder auf. Greif die auf, die du wirklich beherrschst, und schreib dazu, wo du sie gemacht hast.

Geburten begleiten, den Verlauf beobachten und den Zeitpunkt für ärztliche Hinzuziehung erkennen

CTG schreiben und beurteilen, Herztöne, Wehen und Vitalwerte überwachen

Vorsorgeuntersuchungen, Beratung in der Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung

Wochenbettbetreuung, Rückbildung, Still- und Ernährungsberatung, Versorgung des Neugeborenen

Notfallsituationen im Kreißsaal mittragen, etwa bei auffälligem CTG oder Nachblutung

Vollständig dokumentieren und dich mit Gynäkologie, Anästhesie und Kinderklinik abstimmen

Worauf es bei einer Bewerbung als Hebamme ankommt

Diese Kompetenzen solltest du im Anschreiben belegen, nicht nur behaupten.

Geburtsbegleitung und Überwachung von Mutter und Kind

Vorsorge, Wochenbett und Stillberatung

Ruhe und klare Sprache in Ausnahmesituationen

Dokumentation und Zusammenarbeit mit Gynäkologie und Pädiatrie

Tipps für dein Anschreiben

  1. Sag, wo du arbeitest oder arbeiten willst: Kreißsaal, Beleggeburt, Geburtshaus oder freiberufliche Wochenbettbetreuung.
  2. Nenne die Geburtenzahl deines bisherigen Hauses und ob du eine Eins-zu-eins-Betreuung gewohnt bist.
  3. Beschreib deine Haltung zur Geburt in zwei Sätzen. Häuser mit Hebammenkreißsaal achten genau darauf.
  4. Erwähne Zusatzqualifikationen ehrlich, etwa Stillberatung, Akupunktur oder Praxisanleitung.
  5. Schreib, ob du angestellt, freiberuflich oder in Mischform arbeiten willst. Das entscheidet über den Vertrag.

Häufige Fehler im Anschreiben als Hebamme

  • Die Geburt wird romantisiert. Kliniken suchen Fachlichkeit, die auch im Notfall trägt.
  • Das Setting fehlt. Kreißsaal, Beleggeburt und Wochenbett im Hausbesuch sind drei sehr verschiedene Arbeitsalltage.
  • Kein Wort zur Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, obwohl der Alltag genau daran hängt.
  • Erfahrung mit Notfällen wird ausgespart, obwohl sie über den Einsatz im Nachtdienst mitentscheidet.
  • Verfügbarkeit, Schichtwunsch und Anfahrtsweg bleiben offen, obwohl Kreißsaaldienste lange im Voraus geplant werden.

Dein Fall

Du hast schon als Hebamme gearbeitet?

  • Nimm zwei oder drei Aufgaben, die du eigenständig verantwortet hast, statt alles aufzuzählen.
  • Schreib klar, ab wann du verfügbar bist und wie lang deine Kündigungsfrist ist.
  • Erkläre einen Wechsel sachlich in einem Satz. Wer sich erklärt, ohne sich zu rechtfertigen, wirkt souverän.
  • Lass Selbstverständliches weg. Wer den Beruf kennt, muss ihn dir nicht erklären lassen.

So baust du dein Anschreiben auf (DIN 5008)

  1. Briefkopf: dein Absender, der Empfänger mit Firma und Ansprechpartner, Ort und Datum.
  2. Betreff: die Position, ohne Kürzel wie (m/w/d), Kennziffer dahinter.
  3. Anrede: mit Namen, wenn bekannt, sonst „Sehr geehrte Damen und Herren“.
  4. Einstieg: konkret und eigenständig, kein „hiermit bewerbe ich mich“.
  5. Hauptteil: deine wichtigsten Stärken mit Belegen, passend zur Anzeige.
  6. Bezug zum Arbeitgeber: warum genau dieses Haus und nicht das nächste.
  7. Schluss: Verfügbarkeit, freundlicher Ausblick auf ein Gespräch.
  8. Grußformel: „Mit freundlichen Grüßen“ und dein Name.

Häufige Fragen

Wie fängt man ein Anschreiben als Hebamme an?

Mit einem Satz, der zur Stelle gehört, nicht mit „hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige“. Greif einen konkreten Punkt aus der Anzeige auf und verbinde ihn mit deiner Erfahrung. Der Baustein „Einstieg“ auf dieser Seite zeigt, wie so ein Satz aussieht.

Wie lang sollte ein Anschreiben als Hebamme sein?

Eine Seite. In der Praxis sind das vier Absätze: Einstieg, Belege für deine Stärken, Bezug zum Arbeitgeber und Abschluss mit Verfügbarkeit. Alles Weitere gehört in den Lebenslauf.

Was gehört in den Betreff?

Die Position, wie sie in der Anzeige heißt, ohne Zusätze wie (m/w/d). Der Muster-Baustein auf dieser Seite lautet „Bewerbung als Hebamme“. Eine Kennziffer aus der Anzeige schreibst du dahinter.

Welche Fehler solltest du im Anschreiben als Hebamme vermeiden?

Die Geburt wird romantisiert. Kliniken suchen Fachlichkeit, die auch im Notfall trägt. Das Setting fehlt. Kreißsaal, Beleggeburt und Wochenbett im Hausbesuch sind drei sehr verschiedene Arbeitsalltage. Kein Wort zur Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, obwohl der Alltag genau daran hängt.

Braucht man als Hebamme überhaupt noch ein Anschreiben?

Manche Arbeitgeber fragen nur Lebenslauf und Zeugnisse ab. Steht in der Anzeige nichts dazu, leg eines bei: Es ist die einzige Stelle, an der du selbst erklärst, warum du zu dieser Stelle passt.